Seit längerer Zeit wurde geplant, dass die Feuerwehren Windisch-Habsburg-Hausen und Brugg eine gemeinsame Übung in den benachbarten Gebäuden "La Bussola" und "Coiffeure Friedli" durchführen werden, sobald der geplante Abbruch soweit wäre. Der definitive Zeitpunkt richtete sich nach dem Verlauf der Arbeiten und musste kurzfristig festgelegt werden.
Am Samstag, 5. April 2008 war es dann soweit. Die Firma Merz Gebenstorf bot uns an, beide Gebäude "nach Wunsch" mit dem Bagger so herzurichten, dass die Gebäude einsatzmässig eine Herausforderung darstellten, aber trotzdem die Stabilität und damit die Sicherheit der Feuerwehrleute gewährleistet war. So wurden zum Beispiel Wände teilweise eingerissen, eine Aussentreppe unpassierbar gemacht und ein Kellerabgang mit Trümmern verschüttet.
 |  |
Die Übungsannahme war die folgende: Bei Abbrucharbeiten wird die Gasleitung neben den Liegenschaften beschädigt. Gas tritt aus und explodiert. Durch die Druckwelle stürzen Teile der Gebäude ein. Es gibt Folgebrände und Rauchentwicklung. In beiden Liegenschaften befinden sich Personen, die Material aus den Gebäuden transportieren. Sieben Personen werden an verschieden Orten in den Gebäuden verletzt oder eingeschlossen.
Alle Rettungen waren erschwert und konnten nur mit Atemschutz, über Leitern oder mit Hilfe von Pioniergeräten ausgeführt werden.
Bewusst wurde die erste Alarmierung "zu klein" ausgelöst, um den Mechanismus der Nachalarmierung prüfen zu können. Eingesetzt wurde die gesamte Feuerwehr Windisch-Habsburg-Hausen, eine Ambulanz des Rettungsdienstes des Kantonsspital Badens sowie Pioniere und Samariter der Feuerwehr Brugg.
Die Ziele, welche für die Übung gesetzt waren, nämlich Überprüfen der Einsatzdispositive, der Leistungsnormen sowie der Zusammenarbeit der Organisationen, wurden vollumfänglich erreicht.
Insgesamt waren rund 90 Personen an der Übung beteiligt.
Die folgenden Bilder sollen einen Eindruck der Übung vermitteln. (rle)