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Auslaufendes Oel nach Zugskollision

Am frühen Morgen des 10. Februar 2005 waren Gleisarbeiter mit Erneuerungsarbeiten auf der Strecke Brugg-Frick bei Villnachern beschäftigt. Um 04.15 Uhr geriet aus noch nicht geklärten Gründen ein Materialwagen in Fahrt und begann, talwärts zu rollen. Auf dem Wagen befand sich ein SBB-Arbeiter.

Zur gleichen Zeit war ein Güterzug bergwärts unterwegs.

Bild: Oel binden 1 Der Materialwagen passierte eine Weiche und geriet auf das Betriebsgleis der SBB. Nach einigen hundert Metern Fahrt kollidierte der Materialwagen frontal mit dem entgegen kommenden Güterzug. Der der sich auf dem Materialwagen befindliche Arbeiter wurde weggeschleudert und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Der Lokführer konnte sich vor dem Aufprall in den hinteren Teil der Lok retten und blieb unverletzt.

Bild: Lok und Wagen 1 Trotz eingeleiteter Schnellbremsung wurde der Materialwagen rund 200 Meter mitgeschleift und blieb dann entgleist stehen.

Der Materialwagen hatte Schienenprofile geladen, welche sich in die Front der Lok bohrten. Dies führte dazu, dass die Lok Transformatorenöl verlor. Dieses tropfte über die ganze Länge der Lok verteilt auf das Bahntrassee.

Bild: Lok-Front Erst kurz nach 5 Uhr wurde die Feuerwehr Villnachern alarmiert, welche dann die Stützpunktfeuerwehr Brugg anforderte. Gemeinsam wurde die Schadenplatzbeleuchtung erstellt und das auslaufende Öl aufgefangen bzw. gebunden. Der Lokführer, welcher einen Schock erlitten hatte, wurde von einem Seelsorger der Feuerwehr Villnachern betreut.

Die SBB hatte aus Basel und Zürich je einen Lösch- und Rettungszug (LRZ) angefordert. Diese unterstützten nach ihrer Ankunft die Arbeit der Feuerwehren und stellten weitere Infrastruktur zur Verfügung.

Insgesamt konnten rund 550 Liter Öl der Re 4/4 aufgefangen werden. Von der Feuerwehr Brugg waren 29 Feuerwehrleute wärend mehr als vier Stunden im Einsatz. (rle)

Bild: Auffangen Bild: Oel binden 2 Bild: Lok und Wagen 2



Stand: 01.01.2011 - 13:12 - © Feuerwehr Brugg