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Brand an der Kirchgasse

Bild: Brand Bild: DLK Um rund 04.12 Uhr wurde die Brugger Feuerwehr am Samstag, den 3. Januar 2004, zu einem Brand in der Altstadt an der Kirchgasse 10 alarmiert. Entdeckt wurde der Brand von einem Nachbar.

Als der Einsatzleiter Marcel Biland vor Ort eintraf, schlugen bereits Flammen aus dem Dachstock. Vorerst war noch nicht klar, ob sich Personen im Haus aufhalten. Auf der Nordseite des Gebäudes drohte ein Übergriff auf das angrenzende Gebäude. Von der Strasse her war es vorerst schwierig zu beurteilen, welches Gebäude denn eigentlich brannte.

Bild: Lageskizze Es galt mit höchster Priorität allfällige Rettungen auszuführen sowie die angrenzenden Gebäude zu halten. Deshalb wurde zusätzlich zur gesamten Feuerwehr Brugg auch noch die gesamte Feuerwehr Windisch-Habsburg nachalarmiert.

Bild: von oben Zur Zeit des Brandausbruches befand sich als Einziger ein 32-jähriger Mann im brennenden Haus. Er erwachte glücklicherweise aufgrund der starken Rauchentwicklung. Über das Dach flüchtete er auf den Balkon eines angrenzenden Hauses (siehe Bild rechts), von wo er von der Feuerwehr gerettet werden konnte.

Er und eine Bewohnerin eines Nachbarhauses mussten mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Bezirksspital Brugg eingeliefert werden. Beide konnten das Spital aber gleichentags wieder verlassen.

Der Zugang in das brennende Haus gestaltete sich schwierig. Wegen der grossen Hitze und des starken Rauches konnten die Atemschutztrupps vorerst nicht bis zu den oberen Stockwerken vordringen. Mit Hilfe des Hochleistungslüfters konnten Rauch und Hitze stark vermindert werden.

Bild: Spriessen Die vorrückenden Atemschutzträger erkannten, dass Böden und Decken im Gebäude einzubrechen drohten. Um einen sicheren Zugang zu gewährleisten, mussten deshalb die Decken abgestützt werden.

Bild: ADL Erstmals seit längerem kam auch die alte Autodrehleiter wieder zum Einsatz. Dieser im Besitz des Rettungskorps befindliche Oldtimer ist nach wie vor einsatztauglich, so dass im Notfall darauf zurückgegriffen werden kann.

Wiederum bewährt hat sich auch der Einsatzleitcontainer für die Lagekartenführung sowie für die diversen Absprachen mit den beteiligten Organisationen und Behörden.

Gegen 10 Uhr waren die Löscharbeiten grösstenteils beendet. Mit der Wärmebildkamera wurden die letzten Brandnester gesucht sowie mit Blachen ein Notdach erstellt.

Am Nachmittag untersuchte ein Team der Kantonspolizei das Gebäude, um die Brandursache festzustellen. Diese steht zurzeit jedoch noch nicht definitiv fest, Brandstiftung wird aber nicht angenommen.

Bild: EL-Container Bild: von innen



Stand: 13.09.2009 - 16:59 - © Feuerwehr Brugg
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