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Chemiewehreinsatz nach Chlorgasaustritt

Bild: Atemschutz in Zone Am späten Abend des 28. Aprils meldete sich der Feuerwehrkommandant von Schinznach-Dorf telephonisch, dass bei einem privaten Swimming-Pool Chlor austrete. Bei einer Wartungsarbeit kam es aufgrund einer Fehlmanipulation zu einer Durchmischung von Schwefelsäure und sog. Javelwasser (Natriumhypochlorit), was zur Bildung von Chlor führte.

Bild: Grobdekontamination Sofort wurden das Chlorgas mit Hilfe von Wassernebel niedergeschlagen. Zusammen mit dem Chemiefachberater wurde das weitere Vorgehen beschlossen.

Um den Chloraustritt zu stoppen, mussten die entsprechenden Gebinde aus dem Technikraum Bild: Einsatzleitung geborgen werden. Der Raum musste im Anschluss ausgiebig gespült werden, um Schäden durch das agressive Chlor zu vermeiden. Auch die an der Front arbeitenden Einsatzkräfte sowie ihr Material musste grobdekontaminiert werden. Die Arbeiten dauerten bis rund drei Uhr morgens.

Der Wartungsarbeiter musste mit Verdacht auf Chlorverätzung mit der Ambulanz ins Spital überführt werden.

Aufgrund eines Hinweises des Arbeiters wurde bekannt, dass sich noch mehr Gebinde mit Schwefelsäure im Raum befinden. Diese wurden am Folgetag in einem zweiten Einsatz geborgen und umgefüllt. (rle)

Bild: Gebinde bergen 1 Bild: Gebinde bergen 2 Bild: Gebinde bergen 3



Stand: 01.01.2011 - 13:12 - © Feuerwehr Brugg