Am Mittwoch, 8. August 2007 wurden vom Bundesamt für Umwelt Wasserstandsprognosen veröffentlicht, welche einen massiven Anstieg der Durchflussmenge sowie des Pegels der Aare bei Brugg innert circa 12 Stunden voraussagten.
Nach Beobachtung der Lage wurden am Abend vom Kommando die ersten Personen aufgeboten, um die bekannten kritischen Objekte zu verbauen. Die Aarebrücke bei Vogelsang musste um Mitternacht gesperrt werden. An die Feuerwehr Windisch wurden 12 Paletten Sandsäcke geliefert, um bei der Ländestrasse einen Damm zu errichten. Um ca. 3 Uhr kehrte eine relative Ruhe ein; die weitere Entwicklung musste nun abgewartet werden.
Bei Tagesanbruch änderte sich die Situation schnell. Von unzähligen Liegenschaften gingen nun Hilferufe ein. Weitere Sandsäcke wurden von Depots in Othmarsingen und Aarau bezogen.
Im Verlaufe des Morgens meldete der kantonale Führungsstab, dass weitere Sandsackbezüge frühestens ab 17 Uhr wieder möglich wären. Die vorhandenen Säcke mussten deshalb dort eingesetzt werden, wo die höchste Bedrohung an Sachwerten war.
Aufgrund der gewaltigen Wassermengen konnten viele Verbauungen ihre Funktion nicht mehr erfüllen und die Bewohner mussten zusehen, wie sich die Keller zu füllen begannen. Der Druck des Grundwassers führte dazu, dass sich Keller auch ohne Oberflächenwasser zu füllen begannen.
Aufgrund der Situation konnte die Feuerwehr Brugg meistens erst am Freitag oder am Samstag mit dem Auspumpen der Keller beginnen. Dass viele Bewohner über eigene Pumpen verfügten, erleichterte uns die Arbeit.
Am Samstagabend konnten die Arbeiten mehrheitlich abgeschlossen werden.
Die Feuerwehr Brugg war insgesamt über 42 Stunden im Einsatz und leistete rund 930 Personenstunden. Bei mehr als 40 Liegenschaften oder Objekten waren Einsätze nötig, die sich teilweise über mehrere Tage erstreckten.
Die nachfolgenden Bilder sind in chronologischer Reihenfolge. (rle)
Nachtrag 15.08.07:
Hier ist ein interessanter
Bericht eines Bewohners des Auhofs mit den Erlebnissen aus seiner Optik.