Oel-Chemiewehrübung bei der EMS Dottikon
Einmal pro Jahr führt die Spezialistenabteilung Oel-/Chemiewehr eine dreistündige Übung durch. Im Sommermonat ist es bis nach 21 Uhr noch taghell, das erleichtert speziell die Arbeit im Freien. Diesmal stellte uns die Chemiewehr EMS Dottikon, eine unserer drei Partnerorganisationen bei Chemieereignissen, einen Übungsplatz auf dem Firmenareal und Teile ihrer Infrastruktur zur Verfügung, damit wir zwei etwas aufwändigere Themen beüben konnten:
1. Kühlen eines Tanks mit schweren Mitteln und 2. Schwerschaumeinsatz mit Wasserwerfern
Wenn Tanks oder Zisternen mit brennbaren Flüssigkeiten oder Chemikalien betroffen sind und durch Erhitzung oder chemische Raktionen Berstgefahr besteht, muss - oft massiv - gekühlt werden. Ausgelaufene Flüssigkeiten können mit einem Schaumteppich "geschützt" werden. Aus Sicherheitgründen und abhängig vom Gelände muss Schaum oft aus grösserer Distanz eingesetzt werden. Zu diesem Zweck können alle Wasserwerfer auf Schaumbetrieb umgerüstet werden.
Aufgabenteilung zwischen Ortsfeuerwehr, Stützpunktfeuerwehr und Chemiewehr bei einem Chemieereignis:
- Die Ortsfeuerwehr, welche naturgemäss zuerst am Platz ist, versucht, die beteiligten Stoffe und die daraus enstehenden Gefahren zu erkennen, alarmiert die Stützpunktfeuerwehr, sichert die Unfallstelle und ergreift situationsgerechte Sofortmassnahmen.
- Die Stützpunktfeuerwehr rückt bei richtiger Alarmierung mit den O/C-Fahrzeugen, einem Tanklöschfährzeug und Atemschutz aus. Ihre Hauptaufgabe ist zuerst die Rettung von Personen. Diese und auch alle "verseuchten" Einsatzkräfte müssen dekontamiert (von gefährlichen Stoffen gereinigt) werden. Dazu ist die OCW ausgebildet und mit dem nötigen Material ausgerüstet.
- Die Chemiewehr organisiert sich in der innersten Zone und übernimmt Spezialaufgaben wie Bergen von Behältern und Umpumpen von Gefahrgut sowie Sanierungsarbeiten. Sie baut eine eigene Deko-Stelle auf. Die Stützpunktfeuerwehr übernimmt die Sicherung und baut einen dreifachen Brandschutz mit schweren Mitteln auf, wenn die Situation dies verlangt.
Personal und eingesetzte Mittel:
| 25 |
AdF der Oel-/Chemiewehr Brugg |
| 2 |
Chemiefachberater |
| 4 |
Offiziere der Chemiewehr EMS |
| 1 |
Maschinist TLF EMS |
| 1 |
TLF Brugg, Löschwasserpumpe 5000 l, Becken |
| 1 |
TLF EMS, Schlauchverlegefahrzeug, 110-er Schlauch Wasserwerferanhänger, Wasserwerfer, Hohlstrahlrohr 75 mm |
| 2 |
Personentransportfahrzeuge |
Gesamteindruck aus Sicht der Übungsleiter:
- die OC-Leute arbeiteten hochmotiviert sehr speditiv, dies unter z.T. grossen körperlichen Belastungen, guter Geist war zu spüren!
- das Handling an den Geräten wurde deutlich verbessert
- die Einsatzleitung (Team) behielt aus Distanz die Übersicht, gute Führungsarabeit !
- die Zusammenarbeit mit der CW EMS und den Chemiefachberatern funktioniert hervorragend
Lehren:
- das 75-er Hohlstrahlrohr ist zwar sehr leistungsfähig, aber eher für Kurzzeiteinsätze geeignet, die (Personal-)Ermüdung ist enorm
Ich danke allen, welche zum guten Gelingen dieser Übung beigetragen haben!
Herbert Meier, Chef Oel-/Chemiewehr
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Of Front: sportliche Rückmeldung dank "Durchlaufkühlung"
Nach 2 Minuten (!) ist der erste Werfer bereits in Aktion
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Wasserbezug ab 10'000 l-Becken
"Es tut", der Erfolg steht in den Gesichtern!
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"Halten" gilt hier vor allem für das Hohlstrahlrohr!
EMS+Brugg=2x110 in Rekordzeit
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Optimaler Schwerschaum
Einsatzleitung
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Stand: 13.09.2009 - 16:59 - © Feuerwehr Brugg
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