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Schwelbrand in Silo in Schinznach-Dorf

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Am Mittwoch 26. September um die Mittagszeit wurde die Feuerwehr Schinznach-Dorf zu einem Schwelband in einem mit Mais gefüllten Silo bei der Graströchni gerufen.

Dort sind insgesamt 15 Silos, welche in einem 3 x 5 Raster angeordnet sind. Aufgrund dieser Gegebenheiten ist der Zugang zu einem einzelnen Silo erschwert.

Die Feuerwehr versuchte in der Folge, den Siloinhalt mit Sprühstrahl von oben her zu kühlen. Es zeichnete sich vorerst jedoch nur mässiger Erfolg ab. Da aufgrund der Gase alle Arbeiten unter Atemschutz ausgeführt werden mussten, wurde der gesamte Atemschutz des Schenkenbergertals nachalarmiert.
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Bis 17.30 Uhr konnte kein befriedigender Zugang für die Löscharbeiten gefunden werden, weshalb die Feuerwehr Brugg aufgeboten wurde, um die Drehleiter sowie Pioniermaterial zu bringen. Die ursprüngliche Idee, mit der Drehleiter vom Dach her einen besseren Zugang zu schaffen, wurden jedoch wegen Sicherheitsbedenken wieder verworfen.
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Statt dessen wurde nun versucht, im Untergeschoss eine Siloluke zu entfernen, um den Siloinhalt kontrolliert ablassen zu können. Die Luke kann jedoch nur bei leerem Silo geöffnet werden, so dass sie aufwändig mit Pionierwerkzeug entfernt werden musste.

Aufgrund der nun austretenden Rauchgase wurde die Sicht im Untergeschoss so schlecht, dass nicht mehr weitergearbeitet werden konnte. Mangels einer Austrittsöffung konnte keine Überdruckbelüftung eingesetzt werden. Es musste deshalb zuerste ein weiteres Silo geöffnet werden, welches nun als künstlicher Kamin diente.

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Bei der Feuerwehr Brugg war zwischenzeitlich auch noch nachalarmiert worden, um mehr Atemschutz verfügbar zu haben. Auch der Atemschutz von Villnachern wurde später noch aufgeboten, um die erschöpften Kräfte abzulösen.

In stundenlanger mühsamer Arbeit konnte nun der Siloinhalt durch die Luke gekühlt und entnommen werden. Mit einem Saugwagen wurde der Mais aus dem Untergeschoss in einen Tank gesaugt. Erst am Morgen gegen vier Uhr war das Silo geleert. Mit der Wärmebildkamera wurde kontrolliert, ob noch versteckte Wärmenester vorhanden wären.

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Bei allen Arbeiten bestand die Gefahr einer Durchzündung, sobald Sauerstoff zur glimmenden Masse kommt. Deshalb musste jeder Vorgang mit angemessenem Brandschutz durchgeführt werden, was sehr personalintensiv war. Trotzdem erlitt bei Beginn des Einsatzes ein Feuerwehrmann bei einer Stichflamme eine Verbrennung der Hand und musste ins Spital eingeliefert werden.

Von der Feuerwehr Brugg waren 24 Personen eingesetzt, um die rund 60 Feuerwehrleute vor Ort zu unterstützen. Rund 120 Atemluftflaschen wurden während und nach dem Einsatz im Magazin Brugg wieder gefüllt.

(rle, Bilder HM)


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Stand: 01.01.2011 - 13:12 - © Feuerwehr Brugg