Mit der Alarmmeldung "Brand gross, Schulthess Allee" wurde die Feuerwehr Brugg am Montag 30. Juni 2008 um 17:30 Uhr alarmiert. Von der Strasse her war nicht sofort zu erkennen, wo das Feuer genau war, nur der aufsteigende Rauch war klar ersichtlich.
Über ein Baugerüst wurde die Erkundung vorgenommen. Es stellte sich heraus, dass ein Brand ausgebrochen war, der sich von einer Terasse her in Richtung Dachgiebel ausbreitete.
Bald war mit Sicherheit bekannt, dass sich keine Personen im gefährdeten Bereich aufhalten und so konnte sich die Feuerwehr vollumfänglich auf die Löscharbeiten konzentrieren.
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Vorrangiges Ziel war es, einen Übergriff der Flammen auf die benachbarten Gebäude zu verhindern. Mit einer Callies-Höchstdruck-Leitung konnte das äusserliche Feuer rasch unter Kontrolle gebracht werden. Doch auch innerhalb des Daches breitete sich das Feuer weiter aus.
Bodenplatten, die wegen Bauarbeiten am Terrassenrand gestapelt waren, versperrten den Weg in Richtung Dach und mussten zuerst weggeräumt werden. Von Seite Hofstatt her konnte das Objekt mit der Drehleiter zwar beobachtet aber nicht erreicht werden.
In mühsamer Arbeit musste schliesslich unter Atemschutz Ziegel um Ziegel entfernt werden, um an die Brandstellen zu gelangen und diese zu löschen. Erst nach rund anderthalb Stunden konnte mit Sicherheit gesagt werden, dass der Brand unter Kontrolle ist.
Der Dachstock brannte vollständig aus, aber der drohende Übergriff auf die benachbarten Gebäude konnte erfolgreich vermieden werden.
Schliesslich wurde ein Notdach errichtet, um im Falle eines Gewitters Wasserschaden zu vermeiden.
Insgesamt waren 61 Angehörige der Feuerwehr Brugg und 6 Samariter im Einsatz, der fast 6 Stunden dauerte. (rle)
(Bilder Marcel Biland und Herbert Meier)
Nachtrag 2.7.08:
Gemäss Angaben der Kantonspolizei steht in der Zwischenzeit fest, dass die bereits am Brandabend geäusserten Vermutungen zutrafen: "die Brandursache steht im Zusammenhang mit den am gleichen Tag ausgeführten Handwerksarbeiten, bei denen Dachpappe mit Gasbrennern verschweisst wurde". Der Sachschaden beläuft sich auf rund 200 000 Franken.