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Rettungskorps Brugg
Ursprünglich
| In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts |
wurde in Städtchen und Flecken unseres Landes dem Feuerbekämpfungswesen ein neuer Impuls gegeben. Galt es bis anhin, der sengenden Flamme mit möglichst viel Wasser ihre verheerende Kraft zu dämmen und zu brechen, so taten sich nun junge Männer zusammen, um mit Hilfe starker Leitern in die brennenden Gebäude einzudringen und bedrohtes Leben und Gut zu retten und zu flöchnen (fliehen machen). |
| Im Jahre 1860 |
erliess die Stadt Brugg eine neue Feuerwehrordnung, in der neben den Spritzenmannschaften und der Brandwache auch ein Rettungskorps vorgesehen war. |
| Im Herbst 1863 |
wurde das Rettungs- und Flöknerkorps auf freiwilliger Basis als Verein ins Leben gerufen. Bezüglich Ausrüstung beschloss der Gemeinderat eine "schützende Kopfbedeckung resp. Helm von Messingblech (hellblau) und Gurt mit Zubehör" anzuschaffen.
Es waren wahre Idealisten, die ursprünglich dem Rettungskorps beitraten. Nicht nur gaben sie freiwillig ihre Zeit hin für gefahrvolle Übungen und Einsätze, sie berappten auch aus eigener Tasche ihre Uniformröcke.
Die Rettungskorps-Angehörigen waren sich ihrer Eliterolle bewusst, denn sie führten nur gerade Rettungen aus, beteiligten sich also nicht an den eigentlichen Löscharbeiten.
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| Bis in die 40er Jahre unseres Jahrhunderts |
führte das Rettungskorps innerhalb der Feuerwehr mehr oder weniger ein Eigenleben. Wer ihm beizutreten wünschte, wurde ordentlich "durchleuchtet".
Mit der Entwicklung der Feuerwehr und der Ausbildung in Richtung All-round-Feuerwehrmann wurde das "Für-sich-sein" des Rettungskorps hinfällig, und nach kurzem "Überwindungskampf" nahm der Verein zu Beginn der fünfziger Jahre alle Feuerwehrleute der Gemeinde, die dies wünschten, in seinen Reihen auf.
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| Seit rund sechzig Jahren |
wird jeder neue Brugger Feuerwehrangehörige am Ripplifrass (der Generalversammlung) mit Handschlag ins Rettungskorps aufgenommen. |
| Der Hauptzweck |
"Mit der Organisation seiner Mitglieder zu einem Verein verfolgt das Rettungskorps Brugg den Zweck, die Bestrebungen der Feuerwehr auch ausserhalb des Dienstes zu fördern, unter den Mitgliedern aufrichtige, treue Kameradschaft zu pflegen und die Rechte des Vereins zu wahren." (Auszug aus den Statuten)
Während die Feuerwehr die technische Ausbildung der Feuerwehrleute übernimmt, versucht das Rettungskorps, die andere Komponente, nämlich die menschliche Beziehung innerhalb der Mitglieder zu fördern.
Zu diesem Zweck werden jährlich mehrere Anlässe durchgeführt, wo die Angehörigen der Feuerwehr Gelegenheit haben, Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen.
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| Und nicht zu vergessen |
Seit vielen Jahren hat das Rettungskorps eine enge Beziehung zu den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Rottweil, der Partnerstadt von Brugg. In vielen gegenseitigen Besuchen bietet sich immer wieder Gelegenheit zum Kennenlernen, und schon manche sollen ob der Gastfreundschaft auch die Uhr vergessen und statt dessen den Sonnenaufgang erlebt haben. |
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Zum 125. Jubiläum des Rettungskorps wurde eine Festschrift gedruckt, die auf rund 120 Seiten viele interessante Informationen zur Geschichte des Rettungskorps und der Feuerwehr Brugg enthält. Interessenten können sich per Mail melden. |
Stand: 13.09.2009 - 16:59 - © Feuerwehr Brugg
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