Durch austretendes Chlorgas wurden zwei Arbeiter verletzt, die Feuerwehr und die Chemiewehr mussten aufgeboten werden.

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"> FW Brugg: Chemiewehreinsatz nach Chlorgasaustritt

Chemiewehreinsatz nach Chlorgasaustritt

Durch austretendes Chlorgas wurden zwei Arbeiter verletzt, die Feuerwehr und die Chemiewehr mussten aufgeboten werden.

(24. September 2014)

Am 24.09.2014 um 11.47 Uhr wurde die Feuerwehr Brugg durch die kantonale Alarmstelle mit einem Konferenzgespräch alarmiert.

  • Meldung:     Chlorgasaustritt in einem privaten Schwimmbad

  • Entscheid:     Alarmierung Fw Brugg Gruppe 1, Chemiewehr dottikon ES mit Chemie-Fachberater

Vor Ort wurde durch den Einsatzleiter Chlor Geruch festgestellt, die beiden Mitarbeiter einer Pool-Unterhaltsfirma wurden bereits durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht.

Offensichtlich wurde einige Zeit zuvor durch eine Drittperson ein falsches Mischverhältnis gemischt welches die Arbeiter überraschte und durch diese eingeatmet wurde.

Der Zutritt zum Gebäude wurde mit Hilfe der Polizei verhindert und sichergestellt, dass sich keine Personen im Gefahrenbereich aufhalten. Ein Atemschutztrupp konnte Messungen durchführen und wertvolle Informationen über den betroffenen Gebäudeteil liefern.

Die Chemiewehr konnte mit ihren Messungen bestätigen, dass der vorhandene Wert im Raum weit über der zulässigen Arbeitsplatz Konzentration liegt. Eine Gefährdung für Anwohner und Umwelt bestand jedoch zu keiner Zeit.

Durch die eingerichtete Sicherheitszone mit Ein- und Ausgang wurde sichergestellt, dass keine kontaminierten Personen oder Materialien die Zone verlassen ohne entsprechende Dekontamination.

Durch den aufgebotenen Chemie Fachberater wurde folgendes Vorgehen definiert:

Absaugen der Luft aus dem Technikraum mittels Auer Lüfter, auswaschen des Gasgemisches mittels Sprühstrahl in den Pool beim Austritt aus der Lutte. Der Behälter mit der falschen Mischung konnte in den Swimmingpool gebracht und so stark mit Wasser verdünnt werden das keine Gefahr mehr vom betroffenen Behälter ausgeht.

Nachdem das Absaugen der Luft einige Zeit in Anspruch genommen hat, konnten Messungen erfolgen, welche bestätigt haben, dass im Raum nun keine Gefahr mehr besteht.

Rasch konnte das Material gereinigt und die abgesperrte Zone freigegeben werden.

Den betroffenen Arbeitern ging es den Umständen entsprechend rasch wieder gut.

Das Aufgebot der Feuer- und Chemiewehr war für einige Bewohner und Anwohner unverständlich gross, aus Sicht der Einsatzkräfte jedoch absolut notwendig.

Es waren 19 Feuerwehrleute im Einsatz und leisteten insgesamt 54 Einsatzstunden.

Florian Isenring, 09. Februar 2015