Am 04.03.2015 und 09.03.2015 jeweils um 19:15 Uhr fand eine Atemschutzübung der Feuerwehr Brugg zusammen mit der Betriebsfeuerwehr VBS im Zeughaus Brugg statt. (Armeelogistikcenter Othmarsingen, Aussenstelle Brugg).

"> Am 04.03.2015 und 09.03.2015 jeweils um 19:15 Uhr fand eine Atemschutzübung der Feuerwehr Brugg zusammen mit der Betriebsfeuerwehr VBS im Zeughaus Brugg statt. (Armeelogistikcenter Othmarsingen, Aussenstelle Brugg).

"> FW Brugg: Atemschutzübung mit der Betriebsfeuerwehr VBS

Atemschutzübung mit der Betriebsfeuerwehr VBS

Am 04.03.2015 und 09.03.2015 jeweils um 19:15 Uhr fand eine Atemschutzübung der Feuerwehr Brugg zusammen mit der Betriebsfeuerwehr VBS im Zeughaus Brugg statt. (Armeelogistikcenter Othmarsingen, Aussenstelle Brugg).

(04. März 2015)

Übungsbeschreibung

Brandausbruch bei einer Baumaschine mit starker Rauchentwicklung, die Werkstatt-Halle ist verraucht, es sind mehrere vermisste Personen im Gebäude.

Geplanter Phasenablauf

  • Rettungen aus der Halle

  • Aufbau Kühlleitungen

  • Kühlen

  • Weiteres Absuchen der Halle (weitere vermisste Personen und div. Gefahrengüter)

  • Aufbau Schaumleitungen

  • Ablöschen der Feuer ausserhalb der Halle

  • Stellen der Lüfter und rauchfrei machen der Halle

Ziele

  • Rasche und vollständige Bereitstellung

  • Zusammenarbeit mit der Betriebswehr

  • Rückmeldungen an den Einsatzleiter

  • Patientenschonende Rettungen

Schnelleres Absuchen unbekannter Gebäude mit einem „Scout“

Die Freude auf diese Übungsannahme war auf beiden Seiten gross. Die Ausbildungsverantwortlichen der Betriebsfeuerwehr VBS scheuten keinen Aufwand, um uns und den Kameraden von der BW ein realistisches Szenario vorzubereiten. Alleine die zwei sehr grossen Flüssigkeitsbrände zwischen den Werkhallen sahen von weitem schon sehr eindrücklich aus. Sechs hilferufende oder bewusstlose Personen mussten aus der völlig eingerauchten Werkhalle gerettet werden. Die Atemschutztrupps wurden gefordert.

Wie bei einem echten Einsatz war die Feuerwehr Brugg zuerst beim Ereignis. Die Kameraden der Betriebswehr (BW) trafen aufgrund längerer Anfahrtswege später ein. So mussten wir uns zu Beginn ohne einen „Scout“ durch die Halle kämpfen. Zum Glück waren aber bald ortskundige Kameraden vor Ort. Mit ihren Gebäudekenntnissen wurde zügig abgesucht. Alle vermissten Personen wurden schnell gefunden und konnten gerettet werden. Eine Rettung war besonders knifflig, lag die bewusstlose Person doch unter einem Fahrzeug in einer Arbeitsgrube. Bei solchen engen Platzverhältnissen ist eine gute Kommunikation im Trupp sehr wichtig.

Liegt eine so grosse Schadensannahme vor, ist es in der Natur der Sache, dass nicht alle Trupps die gleichen anspruchsvollen Aufträge bekommen. Doch jede Aufgabe, sei sie auch noch so einfach, wird, wenn sie korrekt ausgeführt ist, zum Gelingen der ganzen Übung beitragen. So gesehen wurde die grosse Vorbereitungsarbeit der BW VBS belohnt.

Wir danken für die interessanten und lehrreichen zwei Stunden in der ALCO Aussenstelle Brugg, Instandhaltung und hoffen, dass weitere tolle gemeinsame Übungen folgen werden.

Lehren und Erkenntnisse aus dieser Übung

In einem Ernstfall müsste sicher eine noch engere Zusammenarbeit zwischen dem Kdt Betriebsfeuerwehr und dem Einsatzleiter Feuerwehr Brugg angestrebt werden. Um bei dieser Übung möglichst viele AdF im Einsatz zu haben, war der Einsatzleiter ein Mitglied der Übungsleitung. Somit war er mit der Übungsanlage vertraut und brauchte kaum Unterstützung von Seiten der BW. Wenn wie in unserm Fall ein ortskundiger Mitarbeiter und Abwart vor Ort ist und die Feuerwehr einweist, sollte dieser anschliessend auch beim Einsatzleiter stehen und diesen bei Fragen zum Gebäude unterstützen. Auch sollte bei einer Übung von dieser Grösse der Einsatzleiter mit einem Journalführer unterstützt werden, denn zeitweise waren 8 AS-Trupps in der Halle im Einsatz. Im Ernstfall würde der Kommandant der BW VBS diese Aufgabe übernehmen. Eine gute Gelegenheit, um auch diesen Ablauf durchzuspielen.

Positiv ist die Arbeit der Atemschutzmannschaft aufgefallen. Nur durch die gute Kommunikation im Trupp konnten die Patienten schnell und schonend gerettet werden. Auch wurde der Selbstschutz beachtet, denn wer die Hallentiefe unterschätzt, kann schnell in Luftnot kommen. Bei der Rettung der Patienten zeigten sich die Trupps erfinderisch und nutzten den einen oder anderen Untersatz mit Rollen, um auch den eigenen Rücken zu schonen. Verbessert werden muss der Automatismus bei der Bereitstellung, die Wärmebildkameras müssen mitgenommen werden. Das Potential in der Zusammenarbeit mit den ortskundigen Kameraden von der BW VBS konnte noch nicht optimal ausgenützt werden. Dies wird sicher mit jeder weitern gemeinsamen Übung besser.

Die für diese Übung gestellten Ziele wurden jedoch vollständig erfüllt.

Welche Gefahrengüter waren in der Werkhalle?

  • 1 Autogen-Schweissanlage mit Sauerstoff und Acetylenflaschen

  • 3 120 Liter Fässer mit Lösungsmittel zur Reinigung

  • Verschiedene Gebinde mit Farben und Lacken

  • Mehrere grosse Fahrzeuge mit Treibstofftanks

  • Altöl und Treibstoffkanister

  • 1 Europalette Munition GP 11

Wieviele AdF waren an den zwei Übungen beteiligt?

  • 38 AdF der Feuerwehr Brugg (21 / 17)

  • 12 AdF der Betriebsfeuerwehr VBS (6 / 6)

  • 4 AdF AS Stab Feuerwehr Brugg

  • 3 AdF AS Stab Betriebsfeuerwehr VBS


Im Namen des AS Stab Feuerwehr Brugg

Barbara Riner, 14. März 2015