Atemschutz-Ausbildung in Wangen an der Aare

Das Highlight fürs Atemschutzausbildungsjahr 2017! Das Training im Umgang mit Feuer in der ASA (Atemschutz-Ausbilungsanlage) der Armee in Wangen an der Aare.

(01. Juli 2017)

Wenn im Feuerwehrmagazin an einem Samstagmorgen um 06:15 Uhr zum Appell gerufen wird, muss etwas Spezielles auf dem Programm stehen!

Ich erlaube mir, zu sagen, dass die Ausbildung am Feuer im Ausbildungszentrum der Armee bei Wangen ein Höhepunkt darstellt. Nur wenn Angehörige des Atemschutzes viele Erfahrungen im Umgang mit Feuer haben, können sie im Ernstfall zielgerichtet handeln. Die Ausbildung in Wangen ist aber noch sehr viel mehr als nur Feuerlöschen. Zu Hitze und Dunkelheit soll auch eine physische Grenzerfahrung dazu kommen.

In einem kniffligen Parcours im Dunkeln müssen verschieden Hindernisse überwunden und Engnisse durchquert werden. Nur im Team und mit gegenseitiger Hilfe wird das Ziel erreicht. Da kann schon mal ein beklemmendes Gefühl in einem hochsteigen, wenn der zu durchquerende Tunnel sehr eng und lang ist und es kaum voran und nicht mehr zurück geht. Die AS Trupps werden vom Kontrollzentrum aus mit Wärmebildkameras überwacht. Falls die persönliche Grenze erreicht wird oder gesundheitliche Probleme auftreten, kann so schnell eingegriffen werden.

Bei Posten zwei und drei wird eindrücklich das Verhalten im Umgang mit verschieden Bränden geübt. In über zwei Stockwerke angelegten Szenarien (gasbefeuert) wird neben der Löschtechnik auch der Atemschutztrupp geschult, seine Umgebung zu beobachten. Gibt es zum Beispiel besondere Gefahren oder sind andere Zugänge vorhanden. Viel Kraft und Schweiss kostet der Feststoffbrand in einem zweiten Raum. Richtiges Kühlen und Löschen werden hier geübt, nur so ist die Hitze zu ertragen.


Beim zeitaufwändigen Retablieren der Ausrüstung ist noch einmal Konzentration gefragt. Jedes Gerät muss beim nächsten Einsatz wieder zuverlässig funktionieren.

Mit dem Wissen, für den Ernstfall gut gerüstet zu sein, wurde der Heimweg angetreten.


Fotos: Franz Riner


Barbara Riner, 02. Juli 2017