Tierrettung, Katze auf Baum

Wie stellt man sich eine Katzenrettung durch die Feuerwehr vor: «Feuerwehr kommt mit einer grossen Leiter und rettet die Katze». Nur was passiert, wenn die Leiter zu kurz oder zu schwer ist oder das Gelände es nicht zulässt. Hier ein kleiner Bericht was dann!

(22. April 2018)

Am Samstag 22.04.2018 wurden die Feuerwehr Brugg telefonisch informiert, dass eine Katze sich auf einem Baum befindet und nicht mehr vom Baum herunterkommt. Ob wir eine hohe Leiter besitzen, die Stelle ist nicht ganz so einfach zugänglich. Es machten sich zwei ADF der Feuerwehr Brugg auf den Weg, um einen ersten Augenschein zu nehmen. Beim Eintreffen wurden wir bereits erwartet. Es war nicht leicht, eine getigerte, halbjährige Katze auf zirka 20m höhe in der Astgabelung zu lokalisieren.

Es wurde sofort klar, eine so hohe Leiter hätten wir. Aufgrund der möglichen Risiken der Örtlichkeit (Feldweg, Bach, Wald, 16 Tonnen Fahrzeug) wurde auf den Einsatz der Drehleiter verzichtet. Was sind die weiteren Möglichkeiten? «Klettern»! So wurde der Entschluss gefasst, zwei Personen der Absturzsicherungsgruppe aufzubieten. Gesagt, getan. Es machten sich zwei AdF auf, um das Absturzsicherungsmaterial zu holen und die Katze zu retten. Das Material wurde in der Nähe des Einsatzortes bereitgestellt. Mit einer Big Shot wurde ein Seil unter der Katze auf den Baum geschossen, an dem Timon Balmer den Aufstieg in Angriff nahm, bis er in die Nähe der Katze war. Nach der Positionierung und der Installation eines Seiles für die Katzenkiste wurde diese hochgezogen. Nach kurzem beschnuppern der Kiste hatte die Katze - unter freundlicher Nachhilfe von Timon - den Weg in die Kiste gefunden und wurde hinuntergelassen, wo sie bereits erwartet wurde. Timon blieb nach dem Geniessen der Aussicht nur noch der Abstieg, das Aufräumen und die Prüfung des Materials. Nach dem Einsatz durften wir die gerettete Katze noch besuchen. Wir verabschiedeten uns von einem munteren und sehr anhänglichen Haustier. Dem Besitzer wünschen wir alles Gute und viel Freude und danken für die Verpflegung.



Manuel Keller, 22. April 2018