Lokomotivenbrand im Bahnhof Brugg

Am Mittwochabend kurz vor 20 Uhr entstand innerhalb einer Lokomotive, welche zu diesem Zeitpunkt im Bahnhof Brugg hielt, ein Brand. Die Feuerwehr Brugg sowie der Lösch- und Rettungszug der SBB wurden zum Einsatz aufgeboten.

(09. Mai 2018)

Am Mittwochabend um 19:45 Uhr kam es zu einem nicht alltäglichen Einsatz beim Bahnhof Brugg. Beim Schnellzug, der vom Flughafen Zürich Richtung Basel Hbf unterwegs war (auch bekannt als «Flugzug» oder «de Flüger»), geriet die Lok in Brand. Grund dafür war ein technischer Defekt im Maschinenraum. Ein mit Öl gefülltes Gehäuse, das direkt am Trafo anliegt und als Stufenschalter bekannt ist, hat sich zu stark erhitzt und ist deshalb explodiert. Durch den grossen Druck sind einige Glasscheiben der Lokomotive zersprungen und es sind mehrere 100 Liter Öl ausgelaufen. Dadurch entstand ein grosser Sachschaden an der Lok, verletzt wurde zum Glück niemand. Die Passagiere waren nicht in Gefahr und konnten den Zug unversehrt verlassen. Die Universaltriebfahrzeuge Re 420, die für Schnellzüge wie auch für schwere Güterzüge zwischen 1964 und 1985 in grosser Stückzahl gebaut wurden, sind noch heute täglich im Einsatz und eigentlich immer noch sehr zuverlässig.

Dank der guten Zusammenarbeit von Zugpersonal, SBB Lösch- und Rettungszug und Feuerwehr Brugg konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht und Schlimmeres verhindert werden. Für die Löscharbeiten war der Bahnhof kurze Zeit stromlos und konnte daher vorübergehend nicht befahren werden. Der Bereich wurde grosszügig abgesperrt und zusätzlich Gleis 1 und 2 zur Sicherheit gesperrt. Die Fahrleitungen wurden geerdet. Kurz vor 21 Uhr konnte das Feuer gelöscht und der Bahnverkehr wieder teilweise aufgenommen werden. Gleis 1 und 2 wurden um 00:05 Uhr freigegeben, da zuerst noch auslaufendes Öl gebunden werden musste.

Eingesetztes Material und Fahrzeuge:

In den Medien sind ebenfalls Artikel erschienen:

  • Aargauer Zeitung, Online, 10. Mai 2018: Link
  • 20 Minuten, Online, 09. Mai 2018: Link
  • Blick, Online, 09. Mai 2018: Link
Roman Hauenstein, 26. Mai 2018